Das Kugelstrahlverfahren
Beim Kugelstrahlen handelt es sich
um ein Kaltverfestigungsverfahren, bei dem die Oberfläche
eines Werkstücks mit kleinen kugelförmigen Teilchen,
dem Strahlmittel, beschossen bzw. bestrahlt wird. Jedes dieser
auf den Werkstoff auftreffenden Teilchen wirkt wie ein winziger
Hammer, der auf der Oberfläche eine kleine Vertiefung,
d.h. Kalotte verursacht. Damit diese Kalotte entstehen kann,
muß die Oberfläche des Werkstoffes in ihrer Spannung
nachgeben. Unter der Oberfläche versucht der Werkstoff
seinen ursprünglichen Zustand wieder herzustellen, wodurch
unterhalb der Kalotte ein halbkugelförmiger hoch druckbeanspruchter
Bereich von kaltverfestigtem Werkstoff entsteht.
Auf unserer
Website möchten wir unsere umfassenden Erfahrungen und
Kenntnisse auf dem Gebiet des Kugelstrahlens weitergeben und
so Ingenieuren und Metallurgen die Vorzüge dieses Bearbeitungsverfahrens
näher bringen. Unsere Fachleute stehen Ihnen gern bei
der Behandlung der vielfältigen technischen Probleme
zur Seite, die mit Hilfe des Kugelstrahlverfahrens gelöst
werden können. Die in unserem Werk für die Kugelstrahlbehandlung
von Bauteilen der unterschiedlichsten Formen, Größen
und Materialien eingesetzten Einrichtungen befinden sich auf
dem neuesten Stand der Technik. Die Behandlung selbst wird
unter strengsten Kontrollen durchgeführt.
 
Ein Großteil
der Schäden, verursacht durch Ermüdung und Spannungskorrosion,
entsteht an der Oberfläche eines Werkstücks. Ferner
konnte nachgewiesen werden, dass in einem Druck beanspruchten
Bereich keine Risse entstehen oder sich ausbreiten. Die durch
das Kugelstrahlen entstehenden, einander überlappenden
Kalotten sorgen für eine gleichmäßige Druckspannungsschicht
in Metalloberflächen. Dadurch erhöht sich die Lebensdauer
des Werkstücks beträchtlich. Durch Druckspannung
steigt die Widerstandsfähigkeit gegen Ermüdungsbruch,
Korrosionsermüdung, Spannungsrisskorrosion, durch Wasserstoff
verursachte Versprödung, Reibverschleiß, Abrieb
sowie Kavitation. Die durch das Kugelstrahlen unmittelbar
unter der Oberfläche eines Werkstücks erzeugte maximale
Druckeigenspannung beträgt mindestens 50 Prozent der
Zugfestigkeit des gestrahlten Materials.
Das Kugelstrahlverfahren
wird auch eingesetzt, um die aerodynamisch günstige Krümmung
der in der modernen Flugzeugkonstruktion verwendeten metallenen
Tragflächenbeplankungen der Flügel zu erzielen.
Ein weiteres Anwendungsgebiet stellt die Härtesteigerung
durch Kaltverfestigung zur Verbesserung der Verschleißfestigkeitkeit,
zur Schließung poröser Oberflächen, zur Erhöhung
der Widerstandsfähigkeit gegen Interkristalline Korrosion,
zur Formkorrektur verzogener Teile, zur Oberflächenstrukturierung
und zur Prüfung der Haftfestigkeit von Beschichtungen
dar.
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